Jubiläumsorden

In jedem jecken Jubiläum, sprich alle 11 Jahre, bringt die KG Verdötschte Glabige einen besonderen Orden heraus, um das Ereignis entsprechend zu würdigen. Allen Orden gemein ist das Abbild des blau-weißen Eulenspiegels.

Zum 3x11 jährigen Jubiläum im Jahr 1984 ist auf dem Zinnorden die Wasserburg zu Gladbach zu sehen. Die Entstehungszeit der Burg liegt um das Jahr 1000, die erste urkundliche Erwähnung des Geschlechtes derer zu Gladbach geht auf das Jahr 1102 zurück. Der Ort Gladbach selbst wird sogar schon im Jahr 922 als "Gladebach" genannt. Die Burg wurde Mitte der 1970er Jahre von Grund auf renoviert.

Wasserburg Gladbach

Im Jubiläumsjahr 1995 zum 4x11 jährigen Bestehen ist die Pfarrkirche St. Peter aus Gladbach auf dem Orden abgebildet. Die Hallenkirche aus Bruchstein wurde im 15./16. Jahrhundert errichtet. Vom zweischiffigen Vorgängerbau aus dem 11./12. Jahrhundert sind noch Bruchstücke in der heutigen Kirche erhalten.

Bemerkenswert ist, dass als Jahreszahl 1996 auf dem Orden angegeben ist. Vielleicht ist dies den Irrungen und Wirrungen des jecken Treibens innerhalb einer Karnevalsgesellschaft geschuldet.

Pfarrkirche Gladbach

Der Jubiläumsorden aus dem Jahr 2006 zeigt das Bild der Festhalle Gladbach. Die Halle wurde im Jahr 2000 in Eigenregie durch die Unterstützung vieler Helfer errichtet. Seitdem ist die Halle das Zuhause und die gute Stube der Gesellschaft und damit Ort vieler Feiern, Sitzungen und Veranstaltungen.

Festhalle Gladbach

Zum 6x11 jährigen Jubiläum verzichtet die KG auf die Darstellung eines Gebäudes aus dem Ort. Der Orden ist sehr offen gehalten und wirkt dadurch leichter und elegant. Nebem dem Eulenspiegel, der auf keinem der Zinnorden fehlt, überwiegt eine übergroße "66".

Orden 2017  


 

Vereinsorden und Verdienstorden

Für verdiente Mitglieder hält die KG verschiedenen Verdienstorden und Verdienstnadeln bereit.

Den Vereinsorden trägt jedes aktive, uniformierte Mitglied der Karnevalsgesellschaft. Darunter fallen der Damenelferrat, der Herrenelferrat sowie die Vorstandsmitglieder.

Vereinsorden
Für besondere Verdienste verleiht die Gesellschaft die goldene Verdienstnadel.

Goldene Verdienstnagel

Weniger als Vereins- oder Verdienstorden, aber als Zeichen der Verbundenheit zur KG tragen viele Mitglieder den goldenen Eulenspiegel als Anstecknadel am Revers.

Eulenspiegel_Ansteckpin


Sessionsorden seit dem Jubiläumsjahr 2006

Seit dem 5x11 jährigen Vereinsjubiläum 2006 zeigen die Sessionsorden der KG Verdötschte Glabige 1951 e.V. Motive aus dem Heimatort Gladbach. Die Orden werden als großer Herrenorden, kleinere Damenorden und als Ansteckpin aufgelegt. Allen Orden gemein ist das Abbild des blau-weißen Eulenspiegels.

Eulenspiegel

Den Anfang macht der Orden aus dem Jahr 2006 mit dem Bild der Festhalle Gladbach.

Festhalle Gladbach

Der Orden der Session 2007 zeigt die ehemalige, weit über die Grenzen von Gladbach hinaus bekannte Gaststätte "Panne Gret".

Wirtshaus "Panne Gret"

Im Jahr 2008 ziert die alte Schmiede der Familie Groß aus der Dorfmitte den Sessionsorden.

Alte Schmiede

Mit einem der ältesten Gebäude, der katholischen Volksschule Gladbach geht der Reigen der Motive im Jahr 2009 weiter. 

Katholische Volksschule Gladbach

Das Kaufhaus Nolden, später Frankeser, ist auf dem Sessionsorden von 2010 dargestellt.

Kaufhaus Nolden

Die Ölmühle, direkt am Neffelbach gelegen, ist das Motiv des Ordens aus dem Jahr 2011.

Ölmühle

Erstmals wurde im Jahr 2012 kein Gebäude, sondern ein ganz besonders Ereignis als Motiv des Sessionsordens gewählt. Im gleichen Jahr feierte die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach 1712 e.V. ihr 300 jähriges Bestehen.
Auf dem Orden ist neben der Festhalle, die ja schon im Jahr 2006 als Motiv abgebildet wurde, auch ein Bild des heiligen St. Sebastianus, wie er in der Pfarrkirche in Gladbach abgebildet ist, die Pfarrkirche selbst, ein Schützenbruder in Uniform sowie der an der reich geschmückten Königskette der Bruderschaft angebrachte Vogel zu sehen.
Damit drückt die KG Gladbach ihre ganz innige Verbundenheit mit der St. Sebastianus Schützenbruderschaft aus.

300 Jahre St. Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach 1712 e.V.

Wie schon im Jahr 2012 verweist auch in der Session 2013 das Motiv des Ordens auf ein Jubiläum eines weiteren Vereins aus Gladbach. Diesmal wird dem 100-jährigen Bestehen des Kirmesrey Gladbach gedacht. Der Kirmesrey, ein Verein der Gladbacher Junggesellen, feiert seine Feste ebenso in der Festhalle, die demnach auch wieder auf dem Orden zu sehen ist. Hinzu kommt noch die Abbildung eines Hahnes in einem traditionellen Weidenkorb. Der Hahn ist das Wappentier des Kirmesrey.

 100 Jahre Kirmesrey Gladbach

Nachdem in den beiden zurückliegenden Jahren 2012 und 2013 zweier Traditionsvereine aus dem Ort zu Ehren die Motive gewählt wurden, geht die KG im Jahr 2014 wieder dazu über, ehrwürdige Gebäude auf dem Sessionsorden darzustellen.

Im Jahr 2014 zeigt der Orden die "Dahmens Mühle". So der alte Name der Mühle, die im Ort eher als "Daners Mühle" bekannt ist. Das Abbild stammt aus alten Tagen, als der heute bekannte Siloturm noch nicht existierte und der Neffelbach noch keine Umleitung und Begradigung erfahren hatte.

Das Gebäude liegt unmittelbar am Neffelbach am Übergang zwischen Michelsgraben und der Mühlengasse, die daher ihren Namen hat, am sogenannten "Drehplatz". 
 Dahmen Mühle

In 2015 zeigt der Orden die bei den "ganz" Alten noch bekannte Kohlen- und Kalkhandlung Meuser auf der Petrusstraße. Der Orden ist einem Bild aus den Anfängen der 1930er Jahren nachempfunden. Letzter Betreiber der Kohlenhandlung war Willhelm Meuser, der auch zu den KG Mitgliedern gehörte, die am 19.11.1975 der KG wieder neues Leben einhauchten. Gegen Anfang der 1970er Jahre wurde das Geschäft dann geschlossen.

Sessionsorden 2015 

Und auch im Jahr 2016 zeigt der Sessionsorden der KG wieder ein Bauwerk. In diesem Fall aber kein Gebäude, sondern erstmals einen der Heiligenstöcke, die es in Gladbach gibt. Konkret muss aber hier gesagt werden: Einen Bildstock, den es in Gladbach gab! Von allen in Gladbach liebevoll "das Heiligenhäuschen" genannt, war es das Eingangstor zum Ort!

An der Einmündung zur Bundesstraße B477 teilte sich die Petrusstraße früher in zwei Richtungen und der Bildstock bildete nicht nur die bauliche Mitte, sondern sorgte auch dafür, dass die auf den Kreisbahnbus wartenden Leute dahinter Schutz vor dem Wind aus westlicher Richtung fanden - so bot die Muttergottes Tag für Tag Schutz!

Errichtet wurde der Bildstock am 20. Oktober 1949 und musste am 22. Juli 1985 der Neugestaltung der Ortseinfahrt weichen. In neuer Form fand das Heiligenhäuschen dann an der Ecke Michelsgraben/Römerweg ein neues Zuhause!Sessionsorden 2016

Zum 6x11 jährigen Jubiläum verzichtet die KG auf die Darstellung eines Gebäudes aus dem Ort. Der Orden ist sehr offen gehalten und wirkt dadurch leichter und elegant. Nebem dem Eulenspiegel, der auf keinem der Zinnorden fehlt, überwiegt eine übergroße "66".

Orden 2017

Im Jahr nach dem Jubiläum ziert dann wieder ein markantes und geschichtsträchtiges Gebäude den Orden der Gesellschaft. Mit der Sattlerei und dem Kaufhaus "Spürck" wird das zweite Mal einem der "Tante Emma" Läden in Gladbach Ehre erwiesen.

Solche Läden gab es "in der guten alten Zeit" in jedem kleinen Dorf. In Gladbach waren es sogar drei. Hinzu kamen noch verschiedene Fachgeschäfte, wie Kohlenhandlungen, Schmiede, Schusterei und so weiter. Diese Läden, die heute als "Dorfladen" in manchen Orten neu entstehen, mussten weichen, weil große Discounter und Supermärkte ihre Waren zu erheblich günstigeren Preisen anbieten können und weil die Mobilität in der Bevölkerung in den zurückliegenden Jahrzehnten erheblich zugenommen hat. War es Mitte der 1900-Jahre noch undenkbar oder zumindest die Ausnahme, dass Frauen den Führerschein besaßen oder es gar zwei Autos pro Familie gab, so war es Ende des Jahrhunderts Standard. Dadurch war man nicht mehr an den eigenen Ort zum Einkaufen gebunden.

Durch den Wegfall dieser Läden ist aber nicht nur die Einkaufsmöglichkeit vor Ort verschwunden, sondern auch die Gelegenheit, sonntags, wenn beim Kaffee die Milch fehlte, noch mal schnell nach nebenan zu laufen und welche zu holen. Viel schwerwiegender wiegt jedoch der Verlust der Treffpunkte. Hier wurde nicht nur Ware, hier wurden auch Informationen ausgetauscht. Von Mensch zu Mensch. Etwas, was heute in WhatsApp und auf Facebook passiert, aber längst nicht dasselbe ist.

Orden 2018

2019 wartet die KG mit einem ganz besonderen Motiv für ihren Orden auf. War im Jahr 2006 noch die Festhalle das Motiv, so sind es auf diesem Orden die Menschen, die dafür Sorge tragen, dass die Halle in Schuss bleibt und auch Jahre nach ihrer Erbauung noch strahlt, wie am ersten Tag. Weit über die Grenzen des Ortes sind die Menschen als "Das Hallenteam" bekannt. Rüstige und ewig junge Rentner, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, nahezu täglich nach dem Rechten zu sehen, Sträucher, Äste und Bäume beschneiden, Rasen mähen, tropfende Wasserhähne stopfen, Müll entsorgen, den Platz an der Halle kehren, schreinern, werkeln wo es notwendig ist. Was in Köln die Heinzelmännchen einst vollbracht haben, übernimmt in Gladbach das Hallenteam.

Orden 2019

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